Spannend verspricht ein Doppelvortrag des in der Bodenseeregion lebenden Orgelbauers Peter Kraul am Mittwoch den 28. Februar zu werden. Betrachtungen zum ersten Goetheanum, zwei Vorträge ist der Vortragsabend überschrieben, an dem Hr. Kraul Entdeckungen und Gedanken am ersten Goetheanum zur Weiterentwicklung unserer Tonsysteme mit den Zuhörern teilen wird.
Das Erste Goetheanum, das in der Silvesternacht 1923/24 verbrannt ist, war als moderne Mysterienstätte konzipiert. Es sollte seinen Besuchern einen Raum geben, der in vielerlei Hinsicht den Zugang zum Geistigen erleichtern sollte. Das betraf sämtliche Gestaltungen, Materialien, Formen, Farben und die Ausstattung des Gebäudes. Eine dieser Ausstattungen war eine Orgel. Dazu trat die Arbeit von Heiner Ruhland "Eine musikalische Erkundung der Entwicklung des Bewusstseins von alten Tonsystemen zu neuen Tonalitäten", die Musiker und Instrumentenbauer gleichermaßen hellhörig machen kann. Diese beiden Bereiche sind Quellpunkt des Vortrages: Das Haus des Wortes - ein singender Bau.
Der Grundstein - ein doppelter Dodekaeder.
Der Grundstein verbindet das vernichtete erste Goetheanum mit dem heute vorhandenen zweiten Goetheanum. Er ist in der Form eines doppelten Dodekaeders, gestaltet. Der Grundstein, der unter dem Gebäude liegt, wirft mit seiner Ausführung immer wieder Fragen auf, die eng mit den im ersten Vortrag gefundenen Beziehungen zusammenzuhängen scheinen und aus dieser Perspektive vorgestellt werden.
Hr.Kraul stellt spannende Forschungs- und Denkansätze vor, deren tiefere Bedeutung sich erst vor dem Hintergrund anthroposophischer Geisteswissenschaft in vollem Umfang erschließt.
Wegen des Doppelvortrages beginnt der erste Vortrag bereits um 18:00 Uhr, zwischen der Vorträgen wird eine Pause sein